Die Stiftungsidee


Geschichte

Die Stiftung
Demokratie im Alltag wurde 1974 von dem Sieger-länder Unternehmer Klaus Hoppmann gegründet. Die Grün-dung war der letzte Schritt auf dem Wege der sozialen Refor-men, die Hoppmann in seinem Unternehmen durchgeführt hat.

Im Jahre 1957 hatte Klaus Hoppmann die Firma seines Vaters übernommen, ein Kfz-Unternehmen mit heute 230 Beschäftig-ten an fünf Standorten.

Damals entwickelte der junge Unternehmer weitreichende sozialethische Gedanken zur Betriebsdemokratie auf der Grundlage der Idee der sozialen Gerechtigkeit und der Freiheit des Einzelnen.


Das runde System:


1961 führte er eine Gewinnbeteiligung für alle Mitarbeitenden ein, die fortlaufend weiterentwickelt wurde. Die Hälfte des verteilbaren Gewinns verbleibt im Unternehmen, die andere Hälfte wird zu gleichen (!) Teilen an alle Mitarbeitenden verteilt.

1969 wurden im Unternehmen völlig neue Formen der Mitbestimmung eingeführt.
Der Wirtschaftsausschuss nach dem Betriebs- verfassungsgesetz wurde rechtlich zum obersten Entscheidungs- und Kontrollorgan des Unternehmens ent-wickelt. Er ist paritätisch mit Führungskräften und Betriebs-räten besetzt und trifft alle unternehmerischen Entschei-dungen.

Mitbestimmung am Arbeitsplatz wurde realisiert durch ein System von Arbeitsgruppen, das den Mitarbeitenden bei allen Entscheidungen Mitbestimmungsmöglichkeiten eröffnet, von denen sie an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz betroffen sind.

1974 änderte Klaus Hoppmann in letzter Konsequenz seines sozialethischen Denkens die Eigentumsverhältnisse.
Er gründete die Stiftung, um ihr seinen gesamten Firmenbe-sitz zu übertragen. Die Stiftung ist seither die alleinige Gesell-schafterin der Martin Hoppmann GmbH. Zugleich ermöglichte die gemeinnützige Stiftung neue soziale Wirkungsmöglich-keiten nach außen im Geiste des Stifters.
Damit war ein großes Reformwerk abgeschlossen.